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Die Welt ist voller Rätsel

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    Mein Blognachbar Michael Blume von Natur des Glaubens wird des Öfteren wegen seiner Studienergebnisse zur Religiosität und Kinderzahl, persönlich und fachlich angegriffen. Fazit seiner Forschungsarbeiten: Religiöse haben im Durchschnitt mehr Kinder als Nichtreligiöse. Viele Blogleser stellen dann die Frage: Kommt dieser Unterschied im Fortpflanzungserfolg durch natürliche (gerichtete) Selektion zustande? Voraussetzungen für Natürliche Selektion Um diese Frage beantworten zu können, muss man die Voraussetzungen für natürliche Selektion kennen. Für natürliche Selektion müssen drei Bedingungen gegeben sein: 1. Variation eines Merkmals 2. Erblichkeit dieses Merkmals 3. Der unterschiedliche Fortpflanzungserfolg von Individuen einer Population muss in einem kausalen Zusammenhang mit einer unterschiedlichen Ausprägung dieses Merkmal stehen. Schauen wir uns also der Reihe nach an ob diese Bedingungen bei den Studien zu Religiosität und Kinderzahl erfüllt werden. 1. Variation eines Merkmals Das Merkmal wäre für mich nicht Religiosität. Religiosität ist für mich nur eine Ausprägung des Merkmals Hyperactive Agency Detection Device (HADD). Genauso wenig wie “klein” ein Merkmal, sondern nur eine Ausprägung des kontinuierlichen physischen Merkmals Körpergröße ist. stark ausgeprägtes HADD: Religiosität mittel ausgeprägtes HADD: Agnostizismus schwach ausgeprägtes HADD: Atheismus Variation eines Merkmals: Ja Problem 1a: Handelt es sich hier um ein kategorisches oder ein kontinuierliches Merkmal? Ich tendiere zu einem kontinuierlichen Merkmal. Man kann sich allerdings auch auf den Standpunkt stellen: Entweder man ist religiös, agnostisch oder atheistisch. Es gibt keine Übergänge. Problem 1b: Wie erfassen wir dieses Merkmal für eine Klassifizierung quantitativ? Die Anzahl der regelmäßigen Gottesdienstbesuche in einem bestimmten Zeitraum z.B. Monat kann es nicht sein. Ich denke eine Erhebung mittels... weiter

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    Ob es um die Torlinientechnik im Fußball oder die Hilfe von Computern bei mathematischen Beweisen geht: Expertensysteme haben in verschiedene Bereiche, in denen Menschen Entscheidungen treffen, wie Tor oder nicht Tor, wahr oder falsch, Einzug gehalten, so auch im Schach und dort im Endspiel, der Schlussphase der Partie, in der nur noch sehr wenige Steine auf dem Brett sind. In der 5. Partie der aktuellen Schach-WM spielten Anand und Carlsen eine "Seeschlange" von 122 Zügen. Carlsen versuchte vergeblich das Endspiel König, Turm und Springer gegen König und Turm zu gewinnen, eine Konstellation die normalerweise Remis ist, die die schwächere Seite aber verlieren kann, wenn sie sich falsch verteidigt1, so geschehen in der Partie zwischen dem damaligen Weltranglistenersten der Männer, Garry Kasparov und der damaligen Weltranglistenersten der Frauen, Judit Polgar, in Dos Hermanas 1996. Seitdem versuchen, manchmal, auch andere Großmeister dieses Endspiel zu gewinnen, erst recht bei einer Weltmeisterschaft. Doch wie lange sollen solche Gewinnversuche dauern? Kann die stärkere Seite bis zum St. Nimmerleinstag spielen? Nein. Irgendwann muss Schluss sein. Wenn ich die neuen FIDE-Regeln, die am 1. Juli diesen Jahres in Kraft getreten sind, richtig verstanden habe, hat man bei der Konstellation Turm und Springer gegen Turm dazu jetzt maximal 75 Züge Zeit, vorausgesetzt, dass die schwächere Seite, wenn Sie am Zug ist, vorher nicht durch die 50-Züge-Regel oder 3-malige Stellungswiederholung ein Remis reklamiert. (Entsteht 5-mal direkt hintereinander dieselbe Stellung, so ist die Partie ebenfalls Remis.) Nach 75 Zügen ohne Bauernzug oder Schlagzug ist die Partie jedenfalls remis, ein etwaiges Matt... weiter

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    In der JIM1-Studie 2014 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest2 untersuchten Wissenschaftler u.a. das Image verschiedener Mediengattungen hinsichtlich der Glaubwürdigkeit. Hierzu fragten die Medienpädagogen telefonisch 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren im Frühsommer 2014, welchen Medien sie im Falle einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden – dem Radio, dem Fernsehen, dem Internet oder der Tageszeitung3? Bei der Frage, welchem Medium sie bei einer widersprüchlichen Berichterstattung am ehesten Glauben schenken würden, nannten 40 Prozent die Tageszeitung. Es folgte das Fernsehen (26 Prozent), vor Radionachrichten (17 Prozent). Der Berichterstattung im Internet brachten dagegen nur 14 Prozent der Befragten Vertrauen entgegen. Bei der Nutzungshäufigkeit steht allerdings das Internet weit vorne (94 Prozent) Über das Fernsehen informieren sich 83 Prozent der Jugendlichen, übers Radio 73 Prozent. Die Tageszeitungen waren mit nur 32 Prozent Lesern unter den Jugendlichen weit abgeschlagen. Hier wird deutlich, dass häufige Nutzung nicht zwingend auch mit hoher Glaubwürdigkeit einhergeht und umgekehrt. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche trotz extremer Digitalisierung des Alltags in dieser Frage sehr konservativ urteilen. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit verschiedener Medien greift die JIM-Studie seit 2005 in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl Tageszeitung (2005: 42 %), Fernsehen (2005: 28 %) als auch Internet (2005: 16 %) in den letzten neun Jahren relativ konstante Werte hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit aufweisen, während das Radio (2005: 10 %) um sieben Prozentpunkte an Vertrauen gewonnen hat. Diejenigen, die das Internet für das glaubwürdigste Informationsmedium halten, nennen als Internetseite mit jeweils 16 Prozent Spiegel Online und Google. An... weiter

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    Als Beitrag für den Hashtag #YallaCSU twitterte @kapturak am 6.Dezember 2014 den folgenden Kommentar "Sprecht zu Hause gut Deutsch!" aus der Egerer Zeitung vom 26.8.1919. Er zitierte aus dem Kommentar den Satz: „Noch immer hört man das französische ‚Papa und Mama‘ statt dem gut deutschen ‚Vater und Mutter." Die Egerer Zeitung mit dem Untertitel "Wochenschrift für gemeinnützige Interessen" war eine Wochenzeitschrift für Eger und das Egerland. Die Region Eger erstreckte sich vom Kern des Fichtelgebirges bis an den Ostrand des Egerer Beckens und lag so vor einem der natürlichen Eingangstore nach Böhmen. Eger gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zur Habsburger Monarchie. 1918/19 nach dem Ersten Weltkrieg kam das Egerland gegen den Willen der Bevölkerung zur neu gebildeten Tschechoslowakei. Die Bewohner Egers und des Egerlandes wurden nun  "Sudetendeutsche", eine 1902 entstandene, bis dahin sporadisch verwendete, Eigenbezeichnung, die etwa drei Millionen Deutschböhmen, Deutschmährer und Deutschschlesier zusammenfasste. Nach 1918 untersagten die tschechoslowakischen Behörden die Verwendung der Begriffe „Deutschböhmen“, „Deutschmährer“ und „Deutschschlesier“. Der Kommentar in der Egerer Zeitung wurde 2 Monate nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages und 14 Monate nach der Gründung der Tschechoslowakei verfasst. In diesem historischen Kontext verstehe ich ihn als Aufruf an die Sudetendeutschen im Egerland zu Hause ihre Muttersprache, das Deutsche, zu pflegen und vor allem nicht französische Fremd/Lehnwörter zu benutzen. Er schreibt ja auch: "Deutsche pfleget eure Muttersprache!"  Assimiliert euch nicht, pflegt eure Wurzeln und bewahrt euch eure kulturelle Eigenständigkeit. So könnte man es positiv formulieren (im Zweifelsfall für den Angeklagten). Im Vergleich zur CSU geschieht die... weiter

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    Winter is coming und deshalb ziehe ich manchmal an jedem Fuß zwei Strümpfe übereinander an um gegen den Frost gewappnet zu sein. Verständlich, dass ich Tiere beneide, die an Frost sehr gut angepasst sind, sei es durch einen Pelz oder Anti-Frost-Proteine. Diese sind, obwohl ihre Entdeckungsgeschichte und ihr Wirkmechanismus ziemlich spannend sind, weit weniger bekannt als die Keratine (eine Klasse von Proteinen) im Pelz oder die Hitzeschockproteine. Warum ist das Einfrieren der Körperflüssigkeiten so lebensgefährlich für Organismen? Das Zytoplasma tierischer... weiter

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  • 02/18/15--08:37: Die Cordobenser Märtyrer
  • Der Ku-Klux-Klan (KKK) ist die bekannteste extremistische Gruppe, die ihr Handeln mit einer besonderen Auslegung des Christentums begründet. Der KKK sieht sich als radikale protestantische Organisation, für die die Unterdrückung von Schwarzen, Juden, Katholiken und Homosexuellen ein Teil von „Gottes Plan“ ist. Weniger bekannt ist leider, dass schon viele Jahrhunderte vor dem KKK extremistische Gruppen, im Namen des Christentums, den Gesellschaften, in denen sie lebten, schadeten: Erstens, weil durch sie Menschen starben und zweitens, weil sie die damals herrschende öffentliche Ordnung störten. Besonders interessant für Europäer, ist dabei die Zeit der Mauren, die fast 800 Jahre lang (711 – 1492 n Chr.) Spanien kolonisierten und damit nicht nur die arabische Kultur und Sprache nach Europa brachten, sondern auch den Islam. Die dort zuvor herrschenden Westgoten hatten 589, auf dem 3. Konzil von Toledo, ihren Übertritt zum Katholizismus besiegelt. Zurzeit der maurischen Kolonisierung bestand die spanische Bevölkerung also mehrheitlich aus Christen. Der westgotische Katholizismus Der westgotische Katholizismus war ein christlicher Antijudaismus: Mit dem Übergang zum katholischen Glauben wurden die Juden Spaniens zur Zielscheibe strenger Verfolgungen: Synagogen, Grundbesitz und Religionsausübung wurden ihnen verboten. Sie wurden unter den Westgotenkönigen Sisebut (612-620) und Chintila (636-639) vor die Alternative ‚„Taufe oder Auswanderung“ gestellt. Nicht weniger als sechshunderttausend von ihnen wurden zwangsgetauft. Später wurde die Aufrichtigkeit derer, die konvertiert hatten, bezweifelt. Schließlich beschloss 694 das 17. Konzil von Toledo, den Besitz der jüdischen Konvertiten zu konfiszieren. Diese selbst sollten, versklavt und über das ganze Reichsterritorium verstreut, christlichen Besitzern übergeben werden. Ihre Kinder ab dem Alter von... weiter

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    Bei der Zellersatztherapie differenzieren Wissenschaftler Stammzellen in bestimmte Zelltypen, um alte kranke Zellen durch neue gesunde zu ersetzen. Viele Neurologen träumen davon mit diesem Ansatz die Parkinson-Krankheit zu heilen: Neue gesunde, im Labor hergestellte, Nervenzellen nehmen den Platz der geschädigten Dopamin produzierenden Nervenzellen in der Pars compacta der Substantia nigra des Patienten ein. Embryonale Stammzellen eignen sich am besten für die Zellersatztherapie, weil sie pluripotent sind: Sie lassen sich zu jeglichem Zelltyp eines Organismus differenzieren und entwickeln zahlreiche Gewebe. Das Embryonenschutzgesetz Embryonale Stammzellen gewinnt man aus einem – Du hast richtig geraten – Embryo und damit sind wir beim ersten und ethisch wichtigsten Problem der Zellersatztherapie. Der deutsche Gesetzgeber sieht die Zellen des Embryos als besonders schützenswert an, weil sich aus Ihnen später ein Mensch entwickelt. Das Embryonenschutzgesetz hat zum Ziel, das menschliche Leben von seinem Beginn an zu schützen. In § 8 wird definiert, dass als Embryo im Sinne des Gesetzes bereits die befruchtete, entwicklungsfähige Eizelle angesehen wird. Entwicklungsfähig ist eine Eizelle innerhalb von 24 Stunden nach der Kernverschmelzung (§ 8 Abs. 1). Außerdem gilt jede Zelle, die man einem Embryo entnimmt, selber als Embryo, wenn sie sich selbst zu einem vollständigen Individuum entwickeln könnte (Totipotenz). Ob das auf humane embryonale Stammzellen zutrifft ist wissenschaftlich umstritten und lässt sich aus ethischen Gründen auch schlecht feststellen. Hübner et al. [1] zeigten, dass embryonale Stammzellen der Maus sich in vitro nicht nur zu Körperzellen sondern auch zu Eizellen und extraembryonalen Zellen entwickeln können. Toyooka Y et al. [2] zeigten, dass sich... weiter

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    Zur Zeit der belgischen Kolonialherrschaft im Kongo lebten die Belgier dort in abgeschotteten Wohnvierteln und genossen die Privilegien ihrer bürgerlichen Lebensweise. Diese kleine Elite von Kaufleuten, Beamten, Lehrern, Ärzten, Ingenieuren legte Wert auf Bildung, die Familie und die Kultivierung ihrer Privatsphäre. Sie beeinflusste nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens nach ihren Vorstellungen und konnten demzufolge, nach Max Webers Definition von Macht, als die herrschende Klasse im Kongo bezeichnet werden.  Die belgische Bürgerkultur und die Évolués „Bürgerliche Kultur beschrieb den einzig wahren Lebensstil, die einzig legitime Weltsicht, weil sie den Anspruch erhob, Bürgerkultur zu sein. Diesem Anspruch widersprach sie gleichzeitig durch eine, an Habitus und Ethos gebundene Verbindlichkeit. Konnte man den bürgerlichen Habitus mit all seinen Symbolformen nicht aufweisen oder stellte man ihn partiell in Frage, war man vom modernen Gesellschaftleben ausgeschlossen. An der beliebten Salon- und Festkultur beispielsweise konnte nur teilnehmen, wer ein bestimmtes Erscheinungsbild, im Bezug auf Kleidung, Frisur und Körperhaltung besaß, sich gewählt auszudrücken und Gespräche über gesellschaftlich relevante Themen zu führen wusste. Der Besuch von Kultur- und Bildungseinrichtungen, Museen und Kunstwerkstätten oder auch der regelmäßige Diskurs über Politik, Wissenschaft und Philosophie in Lesegesellschaften und Vereinen setzte eine gewisse Allgemeinbildung voraus, die nur eine Minderheit der Gesellschaft von Haus aus mitbrachte. Diese öffentlichen Umgangsformen wirkten einerseits identitätsstiftend nach Innen und andererseits sozial ausgrenzend nach Außen, denn „[w]er die kulturellen Regeln nicht beherrschte,wird [sic] durch sie ausgeschlossen.“ Wider aller wertebezogener Ziele, eine Kultur für Jedermann zu schaffen, funktionierte die soziale Praxis des Bürgertums distinktiv, „um ein gewisses Maß an... weiter

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    Die meisten Erwachsenen zählen Spinnen, Tausendfüßer und Kellerasseln zu den Insekten: Schließlich sind sie klein, haben mehr als vier Beine und krabbeln. Wenn wir uns in Haus und Garten umschauen liegen wir mit den drei hier verwendeten Kriterien der Größe, Beinzahl und Fortbewegung meistens richtig - aber nicht in diesem Fall. Knapp daneben aber daneben. Erwachsene haben gegenüber Grundschülern den Vorteil, dass sie durch den Biologieunterricht der weiterführenden Schulen ein bruchstückhaftes Wissen über die Kriterien der natürlichen Systematik haben. Grundschüler hingegen müssen sich ihre Kriterien selbst ausdenken und eine individuelle künstliche Systematik schaffen. Welche Kriterien sie für diese Systematik nutzen haben Kattmann et al. [1] bei Viertklässlern in Niedersachsen untersucht (N = 83, Jungen und Mädchen etwas zur Hälfte vertreten). Der Fragebogen zum Einordnen der Tiere in Gruppen Die Biologiedidaktiker erhoben die Schülervorstellungen mit einem Fragebogen, der aus drei Aufgaben bestand. Aufgabe 1: Freies Bilden und Benennen von Tiergruppen Es sind 25 Tiernamen vorgegeben. Es werden keine Artnamen, sondern umgangssprachliche Tiernamen verwendet. Voruntersuchungen zeigten, dass die ausgewählten Tiere auch bei den Schülern sehr bekannt sind. Die Tiere sind in Gruppen zu ordnen, für die gebildeten Gruppen sollen die Schüler treffende Namen finden. Um die Schüler nicht zum Einordnen einzelner Tiere zu zwingen, ist auch die Kategorie „Einzelgänger“ vorgesehen. Der Fragebogen ist nicht durch Tierbilder illustriert, damit zufällige Ähnlichkeiten die Ergebnisse nicht beeinflussen. Aufgabe 2: Aussondern aus einer Tiergruppe Aus einer vorgegebenen Gruppe von 5 Tieren ist eines auszusondern, das nach Meinung des Schülers nicht zur Gruppe dazugehört. Zusätzlich muss der... weiter

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    Amila, Asim, Dunya und Hamza sind angekommen. Endlich! Ich freue mich, dass sie hier sind. Nach mehreren Tausend Kilometern hat ihre strapaziöse und gefährliche Flucht aus Aleppo ein Ende – ein gutes, wenn wir es wollen und ein wenig von unserem Reichtum schenken. Ja, ich meine schenken: Denn Schenken soll Menschen verbinden. Ich, Joe, schenke Dir, Hamza, einen Fußball. Danke! Wer ist dein Lieblingsspieler? Messi! Meiner ist Sterling von Manchester City… Mit einem Geschenk zeige ich, dass ich an den Anderen gedacht haben. Ich gebe dem neuen Nachbarn das Gefühl hier willkommen zu sein. Ob er nur 3 Monate bleibt oder ein Leben lang spielt keine Rolle. Ich reduziere ihn nicht auf den Flüchtling, das Problem, denn Hamza bereichert mich sozial und kulturell und schenkt so auch mir etwas. Also Kleidung, Schuhe, Spiel-, Bastel- und Schulmaterial, nicht einfach an der Sammelstelle abgeben, weil wir sie nicht mehr brauchen und den Keller entrümpeln wollen. Es ist so einfach „Das Zeug endlich loszuwerden“ und sich dabei gut zu fühlen. Noch besser wäre es allerdings, wenn auch Amila und Asim sich gut fühlen können. Genau das, wollen die vielen wunderbaren Menschen, die sich an der Initiative „Moabit hilft“ beteiligen, erreichen. Sie sammeln Sachspenden – vom Pullover über Hygieneartikel bis hin zur Bastelschere – und richteten in der Notunterkunft ein Spiel- und Lernzimmer für Kinder ein. Außerdem bieten sie kostenlose Deutschkurse sowie Strick- und Malgruppen für die Kreativen unter den Bewohner*innen an. Des Weiteren vermitteln sie über ihr Netzwerk Übersetzer*innen für Behördengänge etc. Ich... weiter

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    Die Geometrie ist ein sehr altes, mehrstöckiges Gedankengebäude: Im Erdgeschoss befindet sich die Planimetrie, die Eigenschaften von zweidimensionalen Grundformen wie Dreiecken, Vierecken und Kreisen untersucht. Hier stand Giovanni Girolamo Saccheri vor der Tür zur Kammer des Schreckens, öffnete sie, doch betrat die Kammer nicht, bestürzt von dem was er dort sah. Dies ist die Geschichte wie er zu dieser Tür gelangte...... Saccheri (* 5. September 1667 - † 25. Oktober 1733 in Mailand) war von 1699 bis 1733 Professor für Mathematik an der Universität in Pavia, Italien und versuchte einige Jahre vor seinem Tod das Parallelenaxiom des Euklids zu beweisen. Er beschrieb die Ergebnisse seiner Bemühungen in der Abhandlung "Euclides ab omni naevo vindicatus (Euklid befreit von jedem Makel) ", die jedoch von seinen mathematischen Zeitgenossen wenig beachtet wurde. In den Elementen des Euklids (Elemente, Buch 1) findet sich das Parallelenaxiom als das fünfte Postulat: „Gefordert soll sein: … dass, wenn eine gerade Linie [g] beim Schnitt mit zwei geraden Linien [h und k] bewirkt, dass innen auf derselben Seite entstehende Winkel [α und β] zusammen kleiner als zwei Rechte werden, dann die zwei geraden Linien [h und k] bei Verlängerung ins Unendliche sich treffen auf der Seite [von g], auf der die Winkel [α und β] liegen, die zusammen kleiner als zwei Rechte sind.“ Im Gegensatz zu den anderen vier Postulaten des Euklids ist dieses besonders lang und kompliziert. Deshalb wurde es schon im Altertum als Makel der euklidischen Axiomatik empfunden. Das Postulat besagt in moderner Formulierung, dass zwei... weiter

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    Der Philosoph Plato sah die Sprache als Voraussetzung des Denkens. Er beschrieb das Denken als das "innere Gespräch der Seele mit sich selbst": "Mir nämlich stellt sich die Sache so dar als ob die Seele, wenn sie denkt, nichts anderes tut als daß sie redet, indem sie selbst sich fragt und die Frage beantwortet und bejaht und verneint.“ Plato, Theaiteth 190a. Bei der Frage, ob unser Denken abhängig von Sprache ist, sind sich moderne Kognitionsforscher darin einig, dass es eine Form des Denkens gibt, die keiner Sprache bedarf und eine abstrakte gibt, die auf Sprache zurückgreift. Das heißt, auch ein Lebewesen das nicht sprachfähig ist aber ein entsprechend komplexes Nervensystem besitzt, kann denken. Der Kognitionswissenschaftler Jerry Fodor spricht in diesem Zusammenhang von einer „Language of Thought“ (LOTH). Seiner Meinung nach arbeitet der Geist mit Repräsentationen der Wirklichkeit, die nach einer dem Mentalen eigenen Syntax zu ganzheitlichen Gedanken zusammengesetzt werden. „Repräsentationen der Wirklichkeit“, weil die Welt nicht so ist, wie wir sie denken. „Das Ding an sich“ schrieb Kant, bleibt uns verborgen. Die Vernunft kann nur das an der Natur erkennen, was sie vorher in sie hineindenkt. Tiere haben andere Repräsentationen der Wirklichkeit als der Mensch: Der Fangschreckenkrebs kann auch im UV-Bereich Farben wahrnehmen. Bei Lila hört bei uns der Regenbogen auf, beim Krebs geht es danach erst richtig los. Jenseits von Lila beginnt die ultraviolette Strahlung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist, insofern ist es unmöglich, die Farben zu beschreiben, da kein Mensch sie je gesehen hat. Der Ruf... weiter

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    Julia liebt Romeo, der aus Verona verbannt wurde. Ihre Eltern wollen jedoch, dass sie den Grafen Paris heiratet. Verzweifelt bittet sie den Franziskanermönch Lorenzo um Rat, finde er keinen, droht sie sich zu töten und zieht ein Messer. Lorenzo schlägt ihr daraufhin einen Plan vor: Er gibt Julia einen Schlaftrunk mit, der sie für 42 Stunden scheintot macht. Ihre Eltern werden sie bestatten, Lorenzos Mitbruder Markus wird in der Zwischenzeit Romeo benachrichtigen und der wird sie aus der Familiengruft befreien. Gemeinsam werden sie dann aus Verona fliehen. Julia willigt in den Plan ein. Das zur dramatischen Rahmenhandlung, nun zu den Details, die für den Kardiologen interessant sind. Geben wir Bruder Lorenzo das Wort: Wohl denn! Geh heim, sei fröhlich, will’ge drein, Dich zu vermählen: morgen ist es Mittwoch; Sieh, wie du morgen Nacht allein magst ruhn; Laß nicht die Amm’ in deiner Kammer schlafen. Nimm dieses Fläschchen dann mit dir zu Bett, Und trink den Kräutergeist, den es verwahrt. Dann rinnt alsbald ein kalter matter Schauer Durch deine Adern, und bemeistert sich Der Lebensgeister; den gewohnten Gang Hemmt jeder Puls und hört zu schlagen auf. Kein Odem, keine Wärme zeugt von Leben; Der Lippen und der Wangen Rosen schwinden Zu bleicher Asche; deiner Augen Vorhang Fällt, wie wenn Tod des Lebens Tag verschließt. Ein jedes Glied, gelenker Kraft beraubt, Soll steif und starr und kalt wie Tod erscheinen. Als solch ein Ebenbild des dürren Todes Sollst du verharren zweiundvierzig Stunden, Und dann erwachen wie von süßem Schlaf. (4. Akt, 1.... weiter

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    Die meisten Problemkomponisten fragen in ihren Schachproblemen nach dem einzigen Gewinnzug, nicht jedoch Korolkow in diesem Schachproblem: Dort ist der Gewinnzug bereits bekannt. Wenn Weiß am Zug ist, schlägt er mit dem Springer auf d5 den Bauern auf c7 und setzt matt. Wenn Schwarz am Zug ist, schlägt er mit dem Springer auf a1 den Bauern auf c2 und setzt Matt. Daher lautet die Frage bei dieser Retroanalyse: Wer ist am Zug? Wie soll das allein aus der Diagrammstellung heraus festgestellt werden? Immerhin können die Springer, Türme und Könige beider Seiten eine beliebige Anzahl von Zügen ausgeführt haben und scheinbar kann deshalb sowohl Weiß als auch Schwarz am Zug sein. Nein. Diese Stellung ist mathematisch eindeutig. Das Konzept der Parität Zur Lösung dieser Aufgabe verwenden wir das Konzept der Parität. Der Begriff Parität wird in der Mathematik verwendet, um bei Zahlen zwischen gerade und ungerade zu unterscheiden. Wenn zwei ganze Zahlen beide gerade oder beide ungerade sind, so haben sie dieselbe Parität. Bedenke, dass die Summe aus gerade plus ungerade eine ungerade Zahl ergibt; andererseits die Summe aus ungerade plus ungerade oder gerade plus gerade immer zu einer geraden Zahl führt. Die Diagrammstellung befindet sich noch nah genug an der Grundstellung. Ausgehend von der Grundstellung ziehen die Spieler abwechselnd. Weiß macht den ersten Zug (ungerade). Schwarz macht den zweiten Zug (gerade). Weiß macht den dritten Zug (ungerade) usw.. Ist eine gerade Anzahl von Zügen geschehen wissen wir Weiß ist am Zug. Ist eine ungerade Anzahl von Zügen geschehen wissen wir... weiter

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    Überlegungen zu einem Begriff, der in aller Munde ist Kohärenz als beschlossene Sache der Politik Wie so oft mangelt es nicht an der theoretischen Kenntnis notwendiger Prozesse, die es einzuleiten gilt, wenn man in bestimmten Bereichen (positive) Änderungen erzielen möchte. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele – um ein besonders aktuelles herauszugreifen, sei die vor kurzem beendete Klimakonferenz in Paris genannt. An positiven Absichtserklärungen mangelt es in den seltensten Fällen. So verhält es sich auch mit der sehr viele Bereiche (um nicht zu sagen alle Bereiche) umfassenden Politikkohärenz, also der Stimmigkeit aller Politikfelder unter- bzw. zueinander. Keines soll hierbei ein anderes durch sein eigenes Handeln negativ beeinflussen. Bezogen auf Politikkohärenz für Entwicklung (Policy Coherence for Development (PCD)), die als offizielles Leitprinzip der OECD und EU beschlossen wurde, heißt dies, dass alle Politikbereiche eine Mitverantwortung für Entwicklung (im sogenannten Globalen Süden) tragen. Mindestforderung ist hierbei, dass das Handeln in anderen Politikfeldern die Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bzw. genauer gesagt die Situation in den Ländern, auf die sich die jeweilige EZ bezieht, nicht negativ beeinflussen oder gar verschlechtern darf. Dabei liegt der Fokus von PCD in den folgenden Bereichen: Handel und Finanzen, Klimawandel, Ernährungssicherheit, Migration und Sicherheit. Um sicherstellen zu können, dass die Zielsetzung von PCD auch tatsächlich ernst genommen wird, gibt es fortlaufende Kontrollen; zumindest aber wurden Kontrollmechanismen etabliert. Nachdem die MDG (Millennium Development Goals) weitestgehend „klassische“ Entwicklungsziele darstellten, in denen EZ nahezu völlig isoliert von anderen, in ihrer unmittelbaren Wirkkraft mächtigeren und einflussreicheren Politikfeldern betrachtet wurde, sind die Ende September 2015 durch die... weiter

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    Nun ging mir plötzlich auf, dass die Bücher nicht selten von anderen Büchern sprechen, ja, dass es mitunter so ist, als sprächen sie miteinander. Und im Licht dieser neuen Erkenntnis erschien mir die Bibliothek noch unheimlicher. War sie womöglich der Ort eines langen und säkularen Gewispers, eines unhörbaren Dialogs zwischen Pergament und Pergament? Also etwas Lebendiges, ein Raum voller Kräfte, die durch keinen menschlichen Geists gezähmt werden können, ein Schatzhaus voller Geheimnisse, die aus zahllosen Hirnen entsprungen sind und weiterleben nach dem Tod ihrer Erzeuger? Oder diese fortdauern lassen in sich? Adson von Melk in Der Name der Rose, S. 181. Wolfgang Burgmair (46) öffnet langsam die Glasschiebetür und zieht vorsichtig ein kleines Buch aus dem Regal. Sein matter, dunkelbrauner Einband bildet einen starken Kontrast zum hellen Weiß des Regals. Bedächtig schlägt er zwei Seiten des ersten Kapitels auf und mustert mit strengem Blick das Papier. Die in Frakturschrift verfassten Zeilen lassen das Alter des Buches bereits ahnen. „Das ist eines unserer ältesten Sammelstücke, von 1526, ein Buch über die Arbeiten des Paracelsus“ erläutert der Archivar mit seiner warmen freundlichen Stimme „Es ist für Laien geschrieben.“ Die Heinrich-Laehr-Stiftungsbibliothek im historischen Archiv des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie beherbergt vieler solcher Schätze aus dem privaten Nachlass eines der bekanntesten deutschen Psychiaters des 19. Jahrhunderts: Heinrich Laehr, geboren am 10. März 1820 in Sagan, studierte Medizin in Halle und Berlin. 1848 begann er seine Ausbildung zum Psychiater und kam 1852 nach Zehlendorf. Dort kaufte er Ländereien auf dem Schönower Gebiet und gründete die Nervenheilanstalt... weiter

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    Evo-Devo rockt! Evo-Devo ist ein aus den USA stammender Jargon für die Forschung an der Schnittstelle von Ontogenese und Phylogenese, also der Biologie der Individualentwicklung und der Evolutionsbiologie. Evo-Devo steht dabei als Kurzwort für „evolutionary developmental biology“, die evolutionäre Entwicklungsbiologie. Vor einiger Zeit publizierten in diesem Fachgebiet Paläontologen des Museums für Naturkunde Berlin und des Leibniz-Instituts für Evolutions- und Biodiversitätsforschung einen sehr interessanten Artikel über Amphibien in Nature [1]. Amphibien stammen von frühen Quastenflossern ab und entwickelten sich vor 360 Millionen Jahren. Sie waren die ersten Wirbeltiere, die an Land gingen und entwickelten im Laufe der Zeit aus muskulären, gelenkig gegliederten Flossen vier Laufbeine. Diese Laufbeine begründen den Oberbegriff Tetrapoden (Vierbeiner) für die landlebenden Wirbeltierklassen Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Auch wenn sich bei manchen Tetrapoden die Vorderbeine zu Armen und Flügeln umwandelten, ist der grundlegende Knochenbau dieser Gliedmaßen im Laufe der Evolution gleich geblieben. Heute gibt es drei Ordnungen von Amphibien: Frösche und Kröten (Anura; Froschlurche); Salamander und Molche (Caudata; Schwanzlurche) und Blindwühlen (Gymnophiona), die von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen. Fast alle Amphibien machen im Laufe ihres Lebens eine sogenannte Metamorphose durch, was bedeutet, dass sich ihre Gestalt verändert. Einfaches Beispiel dafür ist der Frosch. Aus dem befruchteten Laich entwickelt sich zunächst die Larve, die sogenannte Kaulquappe. Diese wächst mit den Wochen und verwandelt sich in mehreren Schritten zu einem Frosch, dabei entwickeln sich auch die Beine. Mit Abschluss der Metamorphose ist aus der einstigen Larve ein erwachsenes Tier geworden. Die meisten Amphibien wechseln mit der abgeschlossenen Metamorphose auch... weiter

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    Vor 500 Jahren veröffentlichte der Londoner Thomas Morus sein Buch über den erfundenen Inselstaat Utopia. Ein Buch, das so prägend in der Staats- und Gesellschaftstheorie wurde, dass man fortan jeden Roman, in dem eine erfundene, positive Gesellschaft dargestellt wird, als Utopie bezeichnete. „Positiv“ aus der Sicht des Verfassers, der in Utopia seine Absicht wie folgt beschrieb: Ich habe euch so wahrheitsgemäß wie möglich die Form dieses Staates beschrieben, den ich bestimmt nicht nur für den besten, sondern auch für den einzigen halte, der mit vollem Recht die Bezeichnung »Gemeinwesen« für sich beanspruchen darf. Wenn man nämlich anderswo von Gemeinwohl spricht, hat man überall nur sein persönliches Wohl im Auge; hier, in Utopien, dagegen, wo es kein Privateigentum gibt, kümmert man sich ernstlich nur um das Interesse der Allgemeinheit, und beide Male geschieht es mit Fug und Recht Mir allerdings hat Morus‘ Utopia nicht gefallen. Es ist kein Staat, indem ich leben möchte. Einiges erinnerte mich zu sehr an Colonia Dignidad. Dennoch würde ich aus einem anderen Grund jedem die Lektüre dieses Buch empfehlen: Morus setzt sich mit vielen Aspekten des Gemeinwesens auseinander, die heute noch sehr kontrovers und emotional diskutiert werden und mit denen in verschiedenen Staaten der Welt verschieden umgegangen wurde und wird. Er begründet vieles und beschreibt nicht nur wie etwas sein soll. Genug der Vorrede – Zeit für einige Schmankerl Heiraten in Utopia Das Weib heiratet nicht vor dem 18., der Mann aber erst nach erfülltem 22. Lebensjahre. Wenn ein Mann oder ein Weib vor der Ehe... weiter

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  • 04/05/16--17:15: Game of Insect Males
  • Der amerikanische Fernsehsender HBO kündigte für den Start der sechsten Staffel von Game of Thrones (GoT) den 24. April an und zeigte bereits drei neue Teaser-Trailer. Zwar sehen die GoT-Fans darin keine Szenen aus den neuen Episoden, dennoch versprechen die kurzen Clips, dass auch in der neuen Staffel wieder spektakuläre Kämpfe um den Eisernen Thron von Westeros bevorstehen. Um die drei Wochen bis zum Staffelstart mit einem Blogartikel „aus dem Genre“ zu überbrücken, dachte ich mir: schreib doch mal darüber wie die Männchen bei promiskuitiven1 Insekten ihre Vaterschaft sichern. Denn genau wie die Adelsfamilien bei GoT verwenden diese Insektenmännchen Heimtücke, List und Intrigen um ihre Konkurrenten auszustechen. (GoT-Fans verweise ich nur auf die Eltern von Joffrey Baratheon). Evolution der Anisogamie Lange lange Zeit bevor Insekten die Erde bevölkerten waren männliche und weibliche Gameten einander in Form und Größe sehr ähnlich. Daher bezeichneten Fortpflanzungsbiologen diese Gameten als Isogameten. Durch disruptive Selektion wurden die männlichen Keimzellen kleiner, bekamen Geißeln und wurden beweglich, die weiblichen Keimzellen reicherten Zytoplasma an und wurden größer. Es kam zur Evolution der Anisogamie, deren Ursache Evolutionsbiologen darin sehen, dass mittelgroße Gameten zu groß waren um viele von Ihnen zu produzieren; dadurch wurde die Fruchtbarkeit der Männchen eingeschränkt: Sie waren aber auch zu klein um Embryogenese ohne zusätzliches Zytoplasma zu gestatten, dadurch wurde die Überlebensfähgkeit des Nachwuchs eingeschränkt. Es kam zu einer Arbeitsteilung: Während die Männchen viele sehr kleine Samenzellen erzeugten, produzierten die Weibchen nur wenige sehr große Eizellen, die genug Zytoplasma enthielten damit es der Nachwuchs bis zur... weiter

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    Die Mutter des vierjährigen Torst Teehofer erzählt ihm, der nicht schlafen will, abends die Geschichte vom Sandmann: „Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehn wollen und wirft ihnen Händevoll Sand in die Augen, daß sie blutig zum Kopf herausspringen, die wirft er dann in den Sack und trägt sie in den Halbmond zur Atzung für seine Kinderchen; die sitzen dort im Nest und haben krumme Schnäbel, wie die Eulen, damit picken sie der unartigen Menschenkindlein Augen auf.“ Was diese Grausamkeiten in dem kleinen Jungen auslösten, beschreibt der nun erwachsene Torst wie folgt: „Gräßlich malte sich nun im Innern mir das Bild des grausamen Sandmanns aus; so wie es Abends die Treppe heraufpolterte, zitterte ich vor Angst und Entsetzen. Nichts als den unter Tränen hergestotterten Ruf: der Sandmann! der Sandmann! konnte die Mutter aus mir herausbringen. Ich lief darauf in das Schlafzimmer, und wohl die ganze Nacht über quälte mich die fürchterliche Erscheinung des Sandmanns“ Der Sandmann ist eine Kinderschreckfigur, sie ist nicht real. Ließe sich Torsts Furcht nicht ganz einfach beseitigen, indem seine Mutter dem Jungen die Wahrheit erzählt? Wir können uns vor etwas fürchten, das in Wahrheit nicht existiert. Es scheint jedoch so zu sein, als müssen wir zumindest glauben, dass es existiert.  Halt! So einfach ist es nicht. Wir fürchten uns vor Freddy Krueger, einem erfundenen Filmbösewicht. Solange wir in dem Film versunken sind, glauben wir vorübergehend an die Existenz dieser fiktiven Figur. Im allgemeinen wissen wir jedoch, dass... weiter

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